Väter können einen wichtigen Part übernehmen bei der Unterstützung der Erziehung von Kinder mit ADHS. Gemäss Aussagen von männlichen Erwachsenen mit ADHS ist der Einfluss des Vaters unerwartet hoch. Mütter wünschen sich, dass die Väter erkennen, welche enormen Einfluss Sie als männliches Vorbild einnehmen. Leider fühlen sich viele Väter in dieser Rolle hilflos und sind vielleicht ein wenig ignorant, dies hindert Sie daran, eine aktive Rolle bei der Erziehung ihres Kindes zu übernehmen. Dies gilt speziell im Umgang mit den Problematiken die aus ADHS entstehen.
Warum geschieht dies?
Väter sind insgesamt tendenziell weniger aktiv beteiligt in der formalen Erziehung der Kinder. Dies wird durch Kinder mit ADHS-Symptomen zusätzlich verstärkt. Ein ADHS-Kind kann schwierig, anstrengend und frustrierend sein.
Ein weiterer Grund für die fehlende Unterstützung des Vaters sind die typischen Themen der Kindererziehung. Die Mütter sind verantwortlich für die Bereiche der Fähigkeiten der täglichen Routine „ Zähne putzen waschen kämmen anziehen“ zudem übernehmen Sie die Überwachung des Lernbereichs „ Kindergarten, Schule, Hausaufgaben“. Dies führt dazu, dass die traditionellen Ansätze, um mit Eltern von Kindern mit ADHS zu arbeiten eher zugeschnitten sind auf Mütter und weniger auf Väter.
Erste Väter haben eine aktivere Rolle
Es hat sich gezeigt, dass Väter welche sich aktiv an der Erziehung Ihrer Kinder beteiligten auch dazu beitragen, die schulischen Leistungen ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Zudem sind Väter auch sehr wahrscheinlich verantwortlich für das Verhalten des Kindes in der Freizeit. Für viele Kinder welche mit ADHS-Symptomen kämpfen ist es schwierig geeignete Beziehungen zu Gleichaltrigen zu initiieren und unterhalten. Darum ist es wichtig, dass Väter sich die Zeit nehmen ihnen zu helfen. Damit unterstützen Sie das Kind und helfen ihm diese Einstellungen zu verändern.
Die aktivere Rolle der Väter wird zusätzlich erschwert durch die Tatsache, dass Mütter und Väter unterschiedliche Ansichten über Kindererziehung und über das Verhalten ihres Kindes haben. Selbst wenn Sie als Vater aus meist beruflichen Gründen nicht so intensiv an der Erziehung teilnehmen, können Sie durch einfaches Unterstützung der Mutter die Fortschritte mit beeinflussen. Es ist wichtig, dass die Tür zur aktiveren Teilnahme an der Erziehung offen gehalten wird, auch wenn Väter sich ursprünglich nicht beteiligen wollten. Alle Väter sollten motiviert werden möglichst viel Zeit mit Ihren Kindern zu verbringen. Dies gilt speziell bei Kindern mit ADHS. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Mütter werden zusätzlich entlastet und können ebenfalls wieder positiver auf ihr Kind zugehen. Das Kind wird die vermehrte Aufmerksamkeit zu schätzen Wissen und nicht zuletzt können die Väter Lebenserfahrungen sammeln.
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