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Montag, 31. Oktober 2011

Wie funktioniert Neurofeedback?



Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden von verknüpften Neuronen. Jede Interaktion zwischen Neuronen erzeugt eine geringe elektrische Entladung. Mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) werden die elektrischen Signale erfasst, die von den Neuronen erzeugt wird. Wenn ein Neuron ein elektrisches Signal sendet, sagt man, dass es „feuert“. Einzeln sind diese Entladungen außerhalb des Schädels unmöglich zu messen.


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Beim Neurofeedbacks werden die elektrischen Gehirnaktivität gemessen
Die Aktivität der Nervenzellen wird erfasst, umgerechnet und als die "Geschwindigkeit" angezeigt, mit der die Nervenzellen innerhalb funktioneller Einheiten kommunizieren ("Geschwindigkeit" = Frequenz mit der Einheit Hertz (Hz) =1/s).
Die so ermittelte Frequenzverteilung ist vom Aufmerksamkeits- bzw. Bewusstseinszustand (zum Beispiel wach, schlafend, aufmerksam, entspannt, gestresst) abhängig. Sie kann zu diagnostischen und Trainingszwecken u.a. Auch bei ADHS sowie zu spielerischen Experimenten genutzt werden.
Höheres Denken ist im vorderen Bereich des Gehirns angesiedelt
Neurowissenschaftler haben nun feststellen können, in welchen Regionen des Gehirns spezifische Aktionen auftreten. Zum Beispiel entsteht die motorische Kontrolle der Gliedmaßen im oberen Bereich des Gehirns. Visuelle Wahrnehmung wird im hinteren Bereich des Gehirns verarbeitet. Im vorderen Bereich des Gehirns ist das höhere Denken angesiedelt. Emotionen, Gemütszustände, Aufmerksamkeit usw. sind alle in diesem Gebiet dominant. Deshalb liegt der Hauptsensor des bei guten Neurofeedbacksystemen auf der Stirn. Sie basieren meist auf dem Einsatz eines Trockensensors und erfordern nicht das Auftragen eines leitenden Gels am Kopf. Die neusten neurofeedback-Headsets sind  wesentlich benutzerfreundlicher als bisherige EEG-Systeme, Sie erreichen im Durchschnitt 96% der Genauigkeit von medizinischen EEGs.

Das Gehirn lernt erwünschte mentale Zustände herzustellen
Neuronen tendieren dazu neue Verbindungen zwischen sich zu schaffen und alte zu durchtrennen. Dies tun sie beruhend auf ihren bisherigen Interaktionen.
Einfach gesagt: Menschen lernen Dinge zu assoziieren. Neuronen verbinden sich wenn sie gemeinsam „feuern“. Wenn sie getrennt voneinander feuern, vernetzen sie sich auch nicht. Wenn Sie mit neusten NF Systemen trainieren, bestimmte Gehirnwellen bzw. bestimmte Frequenzen zu produzieren, wird die bewusste Herstellung des gewünschten mentalen Zustandes (z.B. Konzentration) immer einfacher. Das kommt daher, dass die Neuronen, die daran beteiligt sind, die Vorstellung eines bestimmten mentalen Zustands zu kreieren, ebenso aktiv sind, wie die Neuronen die den mentalen Zustand selbst hervorrufen. Dies stärkt die Verbindungen zwischen den Neuronen-Gruppen und macht es leichter, die Hervorrufung eines mentalen Zustandes bewusst zu steuern.

Die neusten NF-Systeme stellen Gehirnwellen grafisch dar
Sie präsentieren die Gehirnaktivität des Nutzers auf einem Bildschirm. Je nach Aufgabenstellung kann dann die dargestellte Aktivität gesteigert oder vermindert werden. Die Aufgabe kann durch zusätzliche Feedbacks in ihrer Wirkung verstärkt werden.  Beispielsweise läuft eine Musik, eine Computeranimation oder ein Trickfilm nur weiter, wenn ein bestimmter Schwellenwert über- oder unterschritten wird. So wird das Gehirn/Bewusstsein belohnt, wenn es vorteilhaftere EEG-Wellen generiert.
Gehirnwellen zeichnen sich durch unterschiedliche Amplituden und Frequenzen aus.
Befindet sich eine Person im Tiefschlaf, arbeitet der überwiegende Teil der Nervenzellen sehr langsam - ca. 0.5 – 4  Mal pro Sekunde – im Delta-Frequenzband. Eine Gehirnaktivität zwischen 8 und 12 Hertz entspricht ruhiger Entspannung.  Je aktiver Sie Geschehnisse aus der Umwelt aufnehmen und aufmerksam sind, desto mehr arbeiten die Nervenzellen im Beta-Frequenzband. Gehirnwellen zwischen 13 und 30 Hertz werden mit Konzentration in Verbindung gebracht. Ist die Aufmerksamkeit gestört, kommt es zu ungünstigen Verschiebungen in der Aktivität der Nervenzellen.

Daraus ergibt sich das Ziel des Neurofeedback Trainings: Es wird trainiert, möglichst stabil eine optimale Mischung aus bestimmten Frequenzanteilen zu erreichen um bestimmte mentale Zustände gezielt zu erreichen.

Dienstag, 6. September 2011

Können Neurofeedbacktherapien ADHS Symptome lindern ?


Durch Neurofeedback kann man lernen seine Gedanken zu lenken und bestimmte Denkmuster auszuschalten oder zu trainieren. Das NF Training unterstützt ADHS Kinder Konzentrations- schwächen zu überwinden und hilft sich zu entspannen. 


Sie sind unruhig, können sich schlecht konzentrieren, stören den Schulunterricht. Dies führt auch heute noch viele Eltern und Lehrer an ihre Grenzen. Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, kurz ADHS, wird immer häufiger diagnostiziert. Medikamente wie Ritalin können die Symptome lindern, lösen jedoch nicht das Problem. Neu können Eltern aktiv unterstützen, um ihren Kindern bei ADHS zu helfen.  Mit der Software Home of Attention wurde speziell für das MindWave ein PC-Programm entwickelt, welches  Ihnen auf Grundlage der wissenschaftlichen Methoden des Neurofeedback erlaubt, gezielt Ihre Aufmerksamkeit und Entspannungsfähigkeit zu trainieren.

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Auch in der Schweiz Klassenzimmern grassiert das Zappelphilipp-Syndrom: Unter dem Namen ADHS scheint es sich immer stärker auszubreiten. Allein in den letzten Jahren stieg die Zahl der Kinder mit ADHS-Diagnosen um 50 Prozent. Es ist jedoch nicht jede Konzentrationsschwäche  gleich als Hinweis für ADHS zu werten. Jedermann ist sich bewusst das einige Kinder von Natur aus einfach lebhafter sind als andere. Eltern sollten allerdings aktiv  werden, wenn Auffälligkeiten in der Schule auftreten welche das Familienleben beeinträchtigen, und dazu noch länger als sechs Monate andauern.” Typische Merkmale sind impulsives Verhalten, Unaufmerksamkeit und Überaktivität. Zudem können die Kinder  nicht still sitzen und sind nur schwer in der Lage, den Erklärungen des Lehrers zu folgen. Zudem schaffen Sie es selten eine Aufgabe zu Ende zu bringen.

Sind Medikamente immer sinnvoll?
Auch heute noch ist es schwer ADHS  festzustellen und wird zudem meist etwas voreilig diagnostiziert. Wichtig ist hier dass sich die Eltern an einen spezialisierten Arzt wenden, am besten einen Kinder- und Jugendpsychiater. Sehr wichtig für den Verlauf von ADHS ist die richtige Therapie. Bei  sehr starken Symptomen lässt sich zwar ein Behandlung mit Medikamenten kaum verhindern. Doch diese Medikamente (z.B Ritalin) können starke Nebenwirkungen wie etwa Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Übelkeit und sogar Angstzustände auslösen. Aus diesen Gründen sollte der Einsatz von Medikamenten sorgfältig gut überlegt werden.  Denn nicht jedes  Kind mit ADHS braucht Medikamente. Liebevolle Zuwendung und gute Schulen wirken auf ruhelose Kindergemüter nachhaltiger. Verstärkende Wirkungen bei ADHS erzielt man mit Über- oder Unterforderung, Stress und ein ungeregelten Familienalltag.

Wie können Erwachsene die Kinder unterstützen
Was können Eltern und Lehrer nebst Medikamente noch tun. Das Klassenzimmer sollte funktional eingerichtet sein und für Kinder mit ADHS sollten Plätze in der ersten Reihe für weniger Ablenkung sorgen. Teilweise während des Unterrichts sicherlich jedoch in den Pausen sollten sich  die Kinder richtig austoben können, um ihren Bewegungsdrang auszuleben.
 Zudem sind transparente Regeln und feste Strukturen unerlässlich. Aber auch die Eltern müssen durch klare Ansagen ihr Kind dabei unterstützen, besser mit seiner Umwelt zurechtzukommen. Vor allem aber sollte viel aber nur echtes Lob ausgesprochen werden, um das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken. Sehr gut tut auch den Kindern mit ADHS, Verantwortung zu übernehmen, selbst wenn sie den Aufgaben nicht sofort gerecht werden. Es ist Wichtig  die Geduld zu bewahren. Nicht alles  muss  vom ersten Tag an klappen. Zudem brauchen alle Kinder mit ADHS etwas mehr Zeit, um sich an neue Regeln zu gewöhnen.

Neurofeedback als Ergänzungstherapie         
Zum Verstehen wie Neurofeedback wirkt, benötigt  man folgende Informationen: Das menschliche Gehirn besteht aus einem riesigen Netzwerk von Neuronen. Jedes Neuron überträgt Informationen durch elektrochemische Aktivität, welche wiederrum winzige elektrische Felder erzeugt. Wenn hunderttausende Neuronen gleichzeitig „feuern“, sind die daraus resultierenden elektrischen Felder groß genug, um auch außerhalb des Schädels gemessen werden zu können. Dieses Messverfahren wird Elektroenzephalographie (EEG) genannt. Da verschiedene Verhaltenszustände durch unterschiedliche Muster neuraler Aktivität charakterisiert werden, können Sie auch durch unterschiedliche Muster im EEG Signal identifiziert werden. Indem diese charakteristischen Gehirnwellen gemessen werden, sind die Geräte  in der Lage, auf den Verhaltenszustand des Nutzers rückzuschließen. Mit dieser Anwendung ist es erstmals möglich auch als Eltern ein Neurofeedbacktraining mit den Kindern zu gestalten. Dies zu eine preislich sehr attraktiven Angebot.

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Dienstag, 16. August 2011

Empfehlung für Mütter mit ADHS Kindern

ADHS kontrovers

Diese Buch empfielt sich speziell für Mütter welche sich umfassen über diese Thema informieren wollen. Das Buch ist sehr praxisnah und geht auf die folgenden Themen speziell ein:
Auf die Nöte und Sorgen von Müttern

Grenzen der Erziehung

Thema MPH(Ritalin)


Eltern suchen oft jahrelang vergeblich Hilfe für ihr lernschwaches und verhalten auffälliges Kind. Immer häufiger wird die Diagnose ADHS gestellt und medikamentös behandelt. Kritiker warnen vor der medikamentösen Therapie und sehen die Ursache für ADHS vorrangig in ungünstigen Umwelteinflüssen. Vor diesem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Pädagogin und aus der Selbsthilfearbeit geht die Autorin den Gründen für diese oft tiefenpsychologisch motivierte Kritik nach. Sie stellt die Ursachen un d Folgen der ADHS in einen Zusammenhang mit der Diskussion um erzieherische, schulische und gesellschaftliche Probleme. Mit zahlreichen authentischen Beispielen werden die grossen Probleme ADHS-betroffener Familien dargestellt. Mediziner, Psychologen, Pädagogen, Soziologen und Juristen sowie Laien finden in diesem Buch wertvolle Informationen, die sie bisherige Annahmen vielleicht Hinterfragen lassen

Inhaltsverzeichnis
1 Zumutung
1.1   Wechselwirkung
1.2   Wer glaubt schon einer Mutter
1.3   Drei Beispiele (von Müttern)
1.4   Was passiert den Kindern?
1.5   Sprüche statt Diagnosen – typische Wege

2     Zur „Sache“ ADHS
2.1   Was ist ADHS nicht
2.2   Was ist ADHS? (Überblick)
2.3   Mädchen von der Rolle
2.4   Mit zwei Gesichtern
2.5   Grenzen der Erziehung
2.6   Wie viele Menschen haben ADHS?
2.7   IQ und EQ
2.8   Des Menschen Wille

3     Steine im Weg
3.1  Erziehungsratgeber allerorten
3.2  Von Sigmund Freud zu einer tiefenpsychologisch denkenden Gesellschaft
3.3  Immer wieder „Motherhunting“
3.4  Wurzeln eines Dillemmas
3.5  Von der Umkehrbarkeit einer Überzeugung

4     Knackpunkt MPH (z.B.Ritalin)
4.1  Eine Mutter berichtet
4.2  (K)ein Kuriosum
4.3  MPH – Droge, Wundermittel, Medikament?
4.4  Bedenken
4.5  Verdächtigungen
4.6  Verharmlosungen
4.7  Einmal gedruckt  - für immer in der Welt
4.8  Unklare Motive
4.9  Medikamente nein! – doch was bleibt stattdessen

5     Sackgassen
5.1  Über verlorene Kinder
5.2  Vier Beispiele
5.3  Auf schmalem Grat

6     Im Brennglas Schule
6.1  Schlüsselposition
6.2  ADHS und die Schulpädagogik
6.3  Meinungsmarkt der Fachleute/Lehrerverbände
6.4  Lichtblicke
6.5  Von der Erkenntnis zur Praxis
6.6  Was kommt nach der Schulzeit

7     Wünsche


Montag, 18. Juli 2011

Buchempfehlung für ADHS Angehörige

In diesem Buch findet man Aspekte von ADHS, die nirgendwo anders zu finden sind.  Als Beispiel möchte ich das Phänomen der "Sekundentraurigkeit" erwähnen. Der Autor ist (Röntgen)Arzt, deshalb hat er einen speziellen und im übertragenen Sinne einen röntgen Blick.  Gerade weil er kein ADS-Arzt ist kann schreibt er  nicht über Patienten, sondern über Mitglieder der Selbsthilfegruppe, Bekannte und Freunde. Das Buch ist damit eine ausgezeichnete Schilderung praktischer Fälle.  Vieles, was er schreibt, ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht erhärtet - doch jeder ADHSler, der es liest, weiß, dass hier ein Autor den Zeitgeist trifft. Ganz speziell an diesem Buch ist, dass er sich am Ende des Buches traut, konkrete Hinweise zu geben, welche Medikation aus seiner Sicht bei welchen ADS-Beschwerden die sinnvollste sein könnte.
Vorwort des Autors
ADS hat mein Leben im Guten wie im Bösen bestimmt. Menschen, die mich mögen, empfinden mich als anstrengend, andere als unerträglich. Denen, die mich mögen, verdanke ich vieles. Oft habe ich es nicht gedankt. Wer mich liebt, hat mit mir eine schwere Bürde zu tragen. Ich denke da besonders an meine Mutter und an meine Frau. Eine langjährige Tätigkeit als Oberarzt in unterschiedlichen Röntgenabteilungen endete in der Katastrophe. Nach dem Zusammenbruch kam die Diagnose des ADS. Was mich seither notdürftig zusammen hält, ist Tag für Tag dasselbe: pünktliches Aufstehen, regelmäßige Mahlzeiten, eine Stunde Kopfarbeit, Mittagsruhe, zwei Stunden Sport, Sonnenlicht, viel Familie, abends zeitig im Bett liegen. Das wird durch die Selbsthilfegruppe ergänzt. Der täglichen Stunde Kopfarbeit nach dem Frühstück ist dieses Buch entsprungen. Der Beruf hat mich geprägt. Fachübergreifendes Arbeiten, analytisches Denken und Patientengespräche machten meinen Alltag aus. So bin ich an das nötige Handwerkszeug gekommen. Die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe allein hätte nicht genügt. Ich hoffe, liebe Leserin, lieber Leser, sie haben ein wenig Freude an dem Ergebnis. Es ist keineswegs nötig, alles der Reihe nach zu lesen. Stöbern Sie ruhig. Wenn Sie ADS haben sollten, wird Ihnen das entgegen kommen. Auch die Sprache ist deshalb so locker wie möglich.


Inhaltsverzeichnis
1. Die Geschichte der Diagnose "Aufmerksamkeitsstörung"
2. Was ist bei ADS anders?
3. Wie denkt es sich mit ADS?
4. Wer denkt, dass er denkt...
5. Der Hunger
6. Der Schmerz
7. Das Glück
8. Die Verliebtheit  
9. Die Angst  
10. Die Lust
11. Das Mobbing
12. Der Krieg  
13. Der Zorn der Götter
14. Der Ärger
15. Die Trauer
17. Das therapeutische "Kochbuch"
16. Die gescheiterte Therapie   
These 1: Die Unterordnung unter den Therapeuten ist unerträglich
These 2: Ohne Erinnerung ist Vergangenheitsbewältigung schwierig
These 3: Man kann über Gefühle nur reden, wenn man sie unterscheidet
These 4: Sich "hineinsteigern" macht Patienten und Therapeuten blind und taub
These 5: Die Aufmerksamkeitsstörung macht eine Therapie unmöglich
These 6: ADS an sich ist nicht zu beheben
These 7: Therapie - und dann?
These 8: Die Diagnose ist oft "ungeeignet"
1. Bei "depressiven" Patienten nach ADS suchen
                                Ein kleiner Fragenkatalog
                                Beobachtung der Motorik  
                                Steuerung der Aufmerksamkeit nach dem "Alles-oder-nichts-Prinzip"?  
                                Steuerung der Impulsivität nach dem "Alles oder Nichts Prinzip"?   
                                Suche nach dem Kick?  
                                Zwei wichtige Regeln!
2. Suchen, was hinter der "Depression" liegt  
                                Ein Persönlichkeitsstörung zu vermuten, hilft nicht weiter
3. Versuche, die Stärken zu finden   
                                Gute Diagnostik ist die Basis des Coachings
4. Zwischen Kernsymptomatik und Folgen unterscheiden  
                                Was tun?  
                                Das Vier-Säulen-Modell des ADS
5. Die Diagnostik des Körpers weiter in den Vordergrund rücken
                                Sportfähigkeit   
                                Vorbereitung der Medikation
                                Gefahr des Aufschaukeins von Stresserkrankungen
                                Differentialdiagnosen  
6. Die Behandlung mit Medikamenten muss maßgeschneidert sein  
                               Diagnostische Fragen vor der Medikation
 Es braucht Geduld
7. Die Behandlung muss rhythmisiert werden
                               Rhythmisierung umsetzen
8. Priorität der Wissensvermittlung
9. Coaching muss eine zentrale Stelle einnehmen
                               Ein Partner ist nötig
                               Arbeiten auf Gegenseitigkeit
10. Körperliche Betätigung ernst nehmen
11. Einen offenen und freien Umgang pflegen
12. Geeignete Umgebungsbedingungen schaffen

Donnerstag, 7. Juli 2011

ADHS Buchempfehlung für Lehrer

ADHS in der Schule (Ein Buch inkl. CD mit Übungsprogrammen)

Das Buch eignet sich ideal für Lehrer welche sich engagiert diesem Thema verschreiben und nicht  die Lösung im verschreiben von Pillen sehen. Zudem wird auch in diesem Buch nochmals auf die entscheidende Zusammenarbeit mit den Eltern hingewiesen. Hauptpunkte hier sind:
-                                        Klare Begrifflichkeit absprechen
-                                        Anerkennen das Schule und Elternhaus unterschiedliche 
Umgebungen sind und unterschiedliche Aufgaben erfüllen
-                                        Verständnis für Eltern und Lehrer fördern



Teil 1 Störungsbild
1.    Aufmerksamkeitsgestörte/hyperaktive  Kinder in Unterricht
2.    Wissenschaftliche Kriterien für Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
3.    Häufigkeit und Verlauf
4.    Wie entstehen Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörungen?
5.    Was kann man von einem aufmerksamkeitsgestörten/hyperaktiven Kind erwarten?
6.    Was ist zu tun?
7.    Tipps und praktische Einzelheiten

Teil 2 Manuel zur CD (Übungsprogramm und Bausteine 1 – 7)
-          BS 1 Das Erscheinungsbild der Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung
-          BS 2 Situationsabhängigkeit des Schülerverhaltens
-          BS 3 Strukturierte Massnahmen bei ADHS in der Schule
-          BS 4 Das kindliche Verhalten durch Verstärkung lenken
-          BS5 Verstärkung durch Token-Systeme
-          BS6 Verbesserung der Handlungsregulation des Kindes

Donnerstag, 23. Juni 2011

ADHS Buchempfehlung für Eltern




 Das große ADHS-Handbuch für Eltern(Russell A. Barkley)



Die 14 Prinzipien für die Erziehung eines Kindes mit ADHS
Das Acht-Schritte-Programm zur Überwindung von Verhaltensproblemen
Muster einer Aufgaben- und Belohnungsliste
Checkliste für Fragen über ADHS Medikamente an Ihren Arzt


Buchinhalt
Kinder sind grundsätzlich aktiver, überschwänglicher, weniger konzentriert und impulsiver als Erwachsene. Schwierigkeiten, die daraus entstehen, werden sich in der Regel «auswachsen». Doch es gibt Ausnahmen, und so selten sind diese nicht: Bei Kindern, deren Unaufmerksamkeit, Bewegungsdrang und Unbeherrschtheit ein gewisses Maß übersteigt, besteht der Verdacht auf eine Entwicklungsstörung. Diese wird als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung oder ADHS bezeichnet. Um diese Störung geht es in Barkleys Buch! Er hat es vor allem für Eltern und andere Bezugspersonen geschrieben, die Verantwortung tragen für ein Kind mit ADHS und mehr über die Störung und den Umgang mit ihr wissen möchten. Neueste Forschungen bestätigen, dass die Störung weder durch Erziehungsfehler noch durch falsche Ernährung noch durch exzessiven Fernsehkonsum ausgelöst wird, sondern weitgehend genetisch bedingt ist. Wir wissen heute, dass daraus entstandene Probleme nicht von alleine verschwinden. Wir wissen auch, dass regelmäßig eingenommene Medikamente sehr hilfreich sind, und zwar sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und Erwachsenen. Inzwischen ist auch klar, dass eine Ernährungsumstellung bei den meisten Betroffenen kaum eine Wirkung zeigt. In Zeitungskolumnen wird die Störung immer noch als Phantom hingestellt, und es wird nach wie vor behauptet, am besten sei ihr durch mehr Disziplin zu Hause und in der Schule beizukommen. Wer sich eingehend mit der wissenschaftlichen Literatur zum Thema beschäftigt hat, erkennt schnell, dass all diese Aussagen unhaltbar sind.



 Inhaltsverzeichnis:

1.Teil: ADHS - was ist das?
Kapitel 1: Was heißt Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung?   43
Kapitel 2: Das Kernproblem: Der Mangel an Selbstbeherrschung  87
Kapitel 3: Die Ursachen der ADHS  109
Kapitel 4: Die Folgen der Störung: Was bedeutet es, eine ADHS zu haben?  145
Kapitel 5: Das Kind mit ADHS im Kontext der Familie  171

 2.Teil: Verantwortung übernehmen: So vertreten Sie mit Erfolg die Interessen Ihres Kindes
Kapitel 6: Soll ich mein Kind auf das Vorliegen einer ADHS untersuchen lassen?  185
Kapitel 7: Die Vorbereitung auf die Untersuchung  193
Kapitel 8: Die Diagnose verkraften  213
Kapitel 9: Vierzehn Prinzipien für die Erziehung eines Kindes mit ADHS  221
Kapitel 10: Was Sie für sich selbst tun können   235

 3. Teil: Die ADHS bewältigen: Strategien für die Schule und zu Hause
Kapitel 11: Das Acht-Schritte-Programm zur Überwindung von Verhaltensproblemen  249
Kapitel 12: Wenn es zu Hause nicht so läuft, wie es laufen sollte: Die Kunst des Problemlösens  287
Kapitel 13: Die Beziehung zu Gleichaltrigen.  295
Kapitel 14: Jugendliche mit ADHS  307
Kapitel 15: Kinder mit ADHS in der Schule: Worauf Sie achten sollten.  333
Kapitel 16: Vom ersten bis zum letzten Schultag: Erfolgsmethoden für Schüler, Lehrer und Eltern 353
Kapitel 17: Der Schulerfolg ist nicht alles: Manchmal gibt es Wichtigeres   381

 4.Teil: Die medikamentöse Behandlung der ADHS
Kapitel 18: Die Stimulanzien   393
Kapitel 19: Andere Medikamente gegen ADHS  419

Montag, 20. Juni 2011

Neurofeedback für Zuhause

Was ist Neurofeedback
Neurofeedback bietet die Fähigkeit durch Lernprozesse im Gehirn sein Verhalten zu verändern. Erst seit kurzem ist bekannt, dass mit Neurofeedback Lernprozesse positiv beeinflusst werden können. Dies bildet die Grundlage eines Neurofeedbacktrainings und ist besonders für Kinder mit ADHS zu empfehlen. Beim Neurofeedback-Training sitzt das Kind vor einem Computerbildschirm. Seine Gehirnströme werden über das Mindwave-Headset abgeleitet und steuern ein Computer-Programm.  Je nach Konzentrationsgrad kann das Kind  mit seiner Gedankenkraft in einem Computerspiel einer Ameise beim arbeiten helfen. Mit diesem neuen computergestützten Verfahren entwickeln Kinder mit ADHS selber Strategien, um sich besser zu konzentrieren und ihr Verhalten zu steuern.   Das absolut neue am Mindwave Headset ist das unschlagbare Preisleistungsverhältnis.
Damit ist es erstmals auch Eltern möglich ihre Kinder in den Genuss von  Neurofeedback kommen zu lassen. Es ist wichtig, dass die Kinder beim Neurofeedback aktiv mitarbeiten und ihre Eltern sie beim Transfer der erlernten Selbstregulations-Strategien in den Alltag unterstützen.

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Wie funktioniert Neurofeedback
Das Gehirn eines Menschen besteht aus Milliarden von verknüpften rieskorngrossen Neuronen. Wenn Neuronen interagieren, bilden sich Muster in Form von Gedanken, wie emotionalen Zuständen oder wie Aufmerksamkeit. Ein normaler Mensch hat ca. 70.000 Gedanken pro Tag. Jede Interaktion zwischen Neuronen schafft eine kleine elektrische Entladung, die vom EEG (Elektroenzephalogramm) erfasst wird. Einzeln genommen, sind diese Ladungen außerhalb des Schädels unmöglich zu messen. Ein dominanter Gemütszustand besteht hingegen aus einer kollektiven Neuronenaktivität die von hunderttausenden übereinstimmenden Entladungen geschaffen wird. Und diese Gehirnwellen sind messbar.  Nach einem Jahrhundert des Experimentieren, haben Neurowissenschaftler feststellen können, in welchen Regionen des Gehirns spezifische Aktionen auftreten. Motorische Kontrolle der Gliedmaßen beispielsweise entsteht im oberen Bereich des Gehirns. Visuelle Wahrnehmung hingegen wird im hinteren Bereich des Gehirns verarbeitet. Aus evolutionärer Sicht sind diese grundlegenden Funktionen bei den meisten Tieren vorhanden. Die Entwicklung des Menschen zu intelligenteren Kreaturen führte zu einem Anwachsen des prefrontalen Cortexes im vorderen Bereich des Gehirns, wo höheres Denken angesiedelt ist. Emotionen, Gemütszustände, Konzentration usw. sind allesamt dominant in diesem Gebiet. Das ist der Hauptgrund dafür, dass der Hauptsensor von des Mindwave auf einer Position namens FP1 ruht.  Unterschiedliche Zustände des Gehirns sind das Ergebnis von unterschiedlichen Mustern neuraler Interaktion. Diese Muster führen zu Wellen, die sich durch unterschiedliche Amplituden und Frequenzen auszeichnen. Gehirnwellen zwischen 12 und 30 Hertz – Betawellen – werden beispielsweise mit Konzentration in Verbindung gebracht, während Wellen zwischen 8 und 112 Hertz ruhiger Entspannung entsprechen. Bei ADHS Kindern ist es wichtig diese beiden Zustände zu trainieren.


Neurofeedback neuste Technologie 
Das MindWave Headset ist das erste Produkt für den Endverbrauchermarkt. Als EEG-Schlüsseltechnologie benutzt es hochsensible Biosensoren welche durch den Einsatz in Produkten wie das Mattel Mindflex, der Star Wars Force Trainer in einen auch für Endkunden bezahlbaren Rahmen sind.  Das spezielle an Mindwave besteht darin, dass es Gehirnwellenimpulse an der Stirn, an einer Position misst, die die Neurowissenschaftler mit medizinischer Präzision FP1 nennen. Die Verbindung mit einem PC erfolgt per drahtlosem USB-Plug-In. Zurzeit gibt es über ein Dutzend Anwendungen. Das MindWave-Bundle beinhaltet 10 Anwendungen und jede dieser Anwendungen integriert EEGs auf besondere Art und Weise. SpeedMath kontrolliert zum Beispiel die Aufmerksamkeit eines Schülers beim Lösen einfacher Rechenaufgaben. Das Mindset ermöglicht es erstmals Eltern zu Hause ein Neurofeedbacktrainig durchzuführen. Sie benötigen einen PC oder Notebook und schon kann es losgehen.


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Freitag, 27. Mai 2011

ADHS allgemeine Informationen


Um Kindern mit ADHS besser verstehen zu können, ist ein umfassendes Wissen über das Verhalten und die Symptome notwendig. Betrachten wir  ADHS etwas genau schauen wir auf die Verhaltensweisen von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung.

Typische Verhaltensweisen bei ADHS
Anhand der Geschichte von Samuel (8 Jahre) kann dies aufgezeigt werden.
Er fällt sowohl in der Schule als auch zu Hause durch seine typisches Verhalten(Hyperaktivität) und zusätzlich durch starke Ablenkbarkeit auf. Zuhause spielt er im Minutentakt mit anderen Spielsachen, aber es wird kein Spiel zu Ende gespielt und auch nichts weggeräumt. Jeweils nach kurzer Zeit wird alles als langweilig und unattraktiv links liegen gelassen. Beim Mittagstisch bleibt er kaum mal ruhig sitzen. Er rennt in die Küche um sich noch einen Kuchen zu holen, auf halbem Weg fällt ihm ein, dass auch seine Katze noch nichts zu essen bekommen hat. Nach einigen Minuten kommt er zurück mit der Katze in der Hand ohne seinen Kuchen, den er in der Küche auf der Ablage hat liegenlassen. Seine motorische Unruhe lässt in fast ständig auf Achse sein und er kann sehr schlecht einschlafen. Beim Fernsehschauen kann er bei den spannendsten filmen nicht ruhig sitzen bleiben. Zudem führt sein Verhalten zu dauernden Streitigkeiten mit seinem kleineren Bruder (6 Jahre)
Die Kindergärtnerin und später der Klassenlehrer berichten, dass Samuel den Unterricht stört. Nebst seiner unruhigen Art entwickle er zunehmend eine aggressive Verhaltensweise. Er benützt nicht nur schlimme Schimpfwörter sondern fordert schwächere Kinder heraus und ärgert ganz gezielt seine Klassenkameraden. Seine schulischen Leistungen sind oft schlecht, obwohl es wohl kaum an seiner Begabung liegen kann. Samuel ist ein Einzelgänger und in der Klasse isoliert, weshalb niemand neben ihm sitzen will. Aufgrund des schwierige Verhaltens des Kindes und auf Anraten des Lehrers hatte sich die Familie beraten lassen und einen Spezialisten aufgesucht. Die psychologische Untersuchung belegt bei Samuel eine überdurchschnittliche Intelligenz in speziellen Gebieten ansonsten jedoch durchschnittlich, mangelnde Selbststeuerungsfähigkeit und unzureichende Aufmerksamkeitsleistungen.



Die drei wesentliche Merkmale von ADHS( siehe Beispiel)
·         Unaufmerksamkeit
·         Hyperaktivität
·         Impulsivität
Diese drei Merkmale bilden die Hauptsymptome von ADHS und werden bei
Kindern mit ADHS, weit häufiger und ausgeprägter als bei unauffälligen Kindern im vergleichbaren Entwicklungsalter beobachtet. Die Symptome können sehr verschieden, gemeinsam oder getrennt in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Durch eine mangelnde Aufmerksamkeitsorientierung (Unaufmerksamkeit) und nicht Zielgerichtes Verhalten, fällt es Kindern mit ADHS schwer, Einzelheiten zu beachten oder länger an einer Sache dran zu bleiben. Die Dinge verlieren ihre Attraktivität für die Kinder und vermeintlich Interessanteres wird in rascher Abfolge begonnen. Beim Lösen von Aufgaben verlieren Sie schnell ihr Ziel aus den Augen und vergessen, was sie eigentlich tun wollten. Dies lässt Sie oftmals als unordentlich, unzuverlässig und vergesslich erscheinen. Zudem versuchen sie länger andauernde geistige Anstrengungen zu vermeiden.


Die Hyperaktivität beschreibt bei ADHS Kindern eine sehr gross motorische Unruhe Sie zappeln, rennen umher, können nicht ruhig sitzen bleiben. Verstärkt wir dies zusätzlich auch durch ihren Rededrang. Sie wirken dabei ungesteuert und umtriebig. Ihr vorschnelles Antworten und unbedachtes Verhalten sind dabei die Folge einer übermäßigen Impulsivität. Die Kinder beantworten Fragen, noch bevor Sie zu Ende gestellt wurden. In der schule fällt es ihnen schwer,abzuwarten, bis auch sie an der Reihe sind. Dies lässt Kinder mit ADHS oft gegen Regeln verstoßen; sie stören oder unterbrechen andere und erfahren als Reaktion häufig Ablehnung. Sie haben die Neigung zu unbedachten Aktivitäten, die zu erhöhten Gefahren führen können.

Montag, 23. Mai 2011

Ritalin nur im Notfall

Was ist Ritalin?
Ritalin ist das bekannteste Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat und hat eine stimulierende Wirkung. Er gehört zu den Amphetamin-ähnlichen Substanzen, die derzeit hauptsächlich bei ADHS eingesetzt werden. Methylphenidat unterliegt betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften: In Deutschland ist es als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft und unterliegt einer gesonderten Verschreibungspflicht.

Wieso bekommen immer mehr Kinder Ritalin verschrieben?
Fragt man bei betroffenen Eltern von Kindern mit ADHS genauer nach, geht es um Konzentrationsprobleme oder Sozialverhalten während des Kindergartens oder der Schule. In der Schule fällt das Verhalten von ADHS Kindern häufiger auf als in der Familie. Dies liegt sicherlich auch daran, dass in der Schule eine höhere Anpassungsleistung erbracht werden muss und das einzelne Individuum(ADHS-Kind) nicht in dem dafür nötigen Mass aufgefangen werden kann. Aus der Politik ist auch keine Hilfe zu erwarten, es wird immer mehr Leistung gefordert (Pisatudien).  Die Forderungen sind frühere Einschulung und mehr Ausbildung schon im Kindergarten.  Bereits in der ersten Klasse erzählen Schüler von der Notwendigkeit Matura bzw. Abitur Abschluss zu benötigen, um einen guten Beruf erlernen zu können. Dieser Leistungsdruck führt Eltern häufig dazu ihren Kindern Ritalin verabreichen zu lassen.

Was bewirken Medikamente wie Ritalin?
Die Schulmedizin sieht die Ursachen des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndroms (ADHS) in einem genetischen Schaden und einer Stoffwechselstörung des Vorderhirns. Da das Dopamin freisetzende Molekül Methylphenidat ADHS  lindert, wird daraus geschlossen, dass unkonzentrierte und hyperaktive Kinder zu wenig von diesem Botenstoff selber produzieren können. Deshalb werden meist Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat verabreicht. Diese Medikamente werden unter den Handelsbezeichnungen Ritalin oder Concerta in Tablettenform abgegeben. Sie führen zu einer kurzzeitig erhöhten Leistungsfähigkeit und fördern die Aufmerksamkeit und Konzentration. Diese Eigenschaften machen sich nicht nur subjektiv bemerkbar, sondern sind auch objektiv messbar. Methylphenidat hat eine schwächere psychostimulierende Wirkung als andere Amphetamine, mit denen es verwandt ist. Bei den meisten Kindern mit ADHS treten nach der Einnahme von Medikamenten mit Methylphenidat die angestrebten Veränderungen im Verhalten ein. Doch nicht jedes lebhafte oder auffällige Kind hat ADHS und sollte Medikamente bekommen. Es ist äusserste Vorsicht geboten ein Medikament wie Ritalin einzusetzen. Denn die Langzeitfolgen von ADHS Medikamenten sind noch lange nicht erforscht und die Nebenwirkungen sind umstritten. Die Häufigsten Nebenwirkungen sind erhöhter Blutdruck, Appetitmangel, Wachstumsstörungen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen. Zudem zeigen erste Studien, dass ADHS-Medikament Auswirkungen auf das Wachstum der Kinder haben können. In der Schweiz sollen Schätzungen zufolge rund sechs Prozent aller Kinder Methylphenidate schlucken.

Ganzheitliche Sichtweise bei ADHS gefordert
Aus meiner Sicht sollte man Wegkommen von der einseitigen neurologischen Sichtweise, bei der nur die Symptome unterdrückt werden. Ich plädiere für eine ganzheitliche Betrachtungsweise bei der Behandlung von ADHS. Dies als Alternativen zu Langzeitmedikation mit Produkten wie Ritalin. Der meist unterschätzte Faktor scheint mir der Einbezug einer gesunden Ernährung zu sein.  Ausserdem ist wichtig, dass ausreichend Bewegung vorhanden ist und eine Familiensituation besteht, welche die  Grundlage für eine geordnete Struktur bilden.  Denn Kinder mit ADHS brauchen in der heutigen Konsumgesellschaft eine bessere Begleitung und Förderung ihrer Eltern, welche Ihnen vernünftige Grenzen setzen können. Auf keinen Fall hilft Ihnen eine forcierte Integration mit Hilfe eines Medikaments. Alternative Therapien wie das Neurofeedback werden sowohl in der Schweiz wie auch im europäischen Raum mangels besserer Kenntnis oft gerne als völlig ungeeignet hingestellt. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass die Neurofeedback  nicht nur eine Ergänzung sondern auch eine Alternative zur schulmedizinischen Behandlung mit Methylphenidat ist. Wichtig erscheint mir auch, dass in Grenzsituationen wenn ausgesprochen grosse Probleme im Sozialverhalten innerhalb der Familie und Schule auftreten, eine Behandlung mit Methylphenidat phasenweise sinnvoll ist. Dies wiederum um die Symptome zu mildern und den Ansatz für alternative Methoden wie Neurofeedback zu ermöglichen. Ein guter Ansatz erscheint mir zuerst mit Neurofeedback zu beginnen und wenn keine Fortschritte erzielt werden kann immer noch ein Methylphenidat eingesetzt werden. Mittlerweile befürworten auch Schulmediziner alternative Konzepte. Der Grund liegt darin, dass nur alternativ Therapien wie Neurofeedback auf die Kernsymptome des ADHS wirken.


Dienstag, 10. Mai 2011

ADHS Kinder sind anders

Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit ab vom Weg zur Weisheit. (Chinesisches Sprichwort)


Im Umfeld von ADHS wird speziell von den Eltern und Lehrern viele abverlangt, das chinesische Sprichwort bringt es auf den Punkt. ADHS Kinder sind in vielen Verhaltensweisen anders, sie denken anders, sie nehmen anders wahr und sie finden andere Lösungswege. Wir alle neigen dazu, die Norm als richtig zu definieren. Kinder mit ADHS sind jedoch nicht in dieser Norm, weil Sie ihre eigenen Strategien haben. Ihre Lösungen unterscheiden sich von denen anderer Kinder.
Sind diese Lösungen deshalb falsch?

Beispiel: Fabel vom Raben
Der Rabe hatte sich Käse gestohlen und sich anschließend auf einem Baum niedergelassen um sich über den Leckerbissen herzumachen. Dies beobachtete ein Fuchs und sagte zum Raben*: 

--- Bitte schreibe: was der Fuchs zum Raben sagt. ---

Diese Worte schmeichelten dem Raben sehr. Sofort öffnete er seinen Schnabel und begann zu krächzen, dabei fiel ihm das Stück Käse heraus. Reineke schnappte sich das Essen und rannte davon.

Für alle ausser dem ADHS Kind ist es klar das der Fuchs versucht den Raben zum sprechen oder singen zu bringen. Ein ADHS Kind wird eine völlig neue Lösung suchen und finden. Falls Sie ein Kind mit ADHS haben testen Sie dies und lassen Sie sich überraschen.  Leider führen gerade diese überraschenden Lösungen  vor allem im schulischen Umfeld oft zu schlechten Noten. Dies weil die Normlösung gut benotet und die andersartige Lösung im besten Fall nicht schlechter benotet wird.

Woher kommt diese andersartige Wahrnehmung bei ADHS Kindern. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Eindrücken und Informationen  anders wahrgenommen und verarbeitet werden als bei sogenannt normalen Kindern. Für ein ADHS Kind ist die vorbeiziehende Wolke am Fenster gleich wichtig wie die Lehrerin an der Tafel. Sie haben Mühe die vielen Reize zu filtern. Dies führt zu einem oft nicht angepassten verhalten, welches besonders in der Schule nur schwer akzeptiert wird.

Inder Pause bekommen ADHS Kinder häufig zu hören: „Mir Dir spielen wir nicht mehr.“  Der Grund liegt auch hier in der andersartigen Wahrnehmung die gepaart ist mit einer tiefen Frustrationstoleranz. Durch die zusätzliche Impulsivität und schnelle Gereiztheit wirken Sie für andere Kinder dominant. Sie bekommen deswegen schnell Streit und werden damit von den Spielkameraden  mehr und mehr ausgegrenzt und verbringen die Pause alleine.


Eine andere Perspektive
Nehmen wir einmal an, dass wir nicht nur aus einem Körper aus Fleisch und Blut bestehen, sonder ein Wesen mit einer Seele sind. In diesem Falle sind die ADHS Kinder eher auf der Seele und nicht auf dem körperlichen. Dadurch sind sie empfänglicher für das geistige und weniger geeignet für der Erdendasein. Sie spüren auf dieser geistigen Ebene viele Einflüsse im zwischenmenschlichen Bereich, was zu einer Reizüberflutung führt welche Ihnen schnell zu viel wird. Durch diesen Fokus auf das Seelische sind ADHS Kinder meist eher ungeschickt im Umgang mit ihrem Körper, dies führt wiederum zu einer noch stärkeren Fokussierung auf das Seelische. Sie leben dadurch sehr in der Gegenwart, was man auch als verträumt wahrnimmt. Ihren Alltag zu strukturieren haben Sie wenig Interesse und brauchen deshalb mehr Zeit um sich im darin zu recht zu finden.  Auf Dinge, welche ihr Interesse wecken können sie sich sehr konzentrieren. Sie sind dann äusserst fokussiertt und wirken wie in einer anderen Welt. Dies funktioniert aber nicht auf Befehl, was ihnen grosse Mühe macht mit dem autoritären Verhalten von Erwachsen im Sinne von Machtausübung. Sie können aber eine natürliche Autorität sehr wohl akzeptieren, dass Sie ein Gespür für das echte und Wahre haben.





*Oh Rabe, wie prächtig glänzen deine Federn! Was hast du für einen anmutigen Körper! Ach, du bist einfach wunderschön! Wenn du auch noch singen könntest, wärst du für mich der schönste aller Vögel!"