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Dienstag, 16. August 2011

Empfehlung für Mütter mit ADHS Kindern

ADHS kontrovers

Diese Buch empfielt sich speziell für Mütter welche sich umfassen über diese Thema informieren wollen. Das Buch ist sehr praxisnah und geht auf die folgenden Themen speziell ein:
Auf die Nöte und Sorgen von Müttern

Grenzen der Erziehung

Thema MPH(Ritalin)


Eltern suchen oft jahrelang vergeblich Hilfe für ihr lernschwaches und verhalten auffälliges Kind. Immer häufiger wird die Diagnose ADHS gestellt und medikamentös behandelt. Kritiker warnen vor der medikamentösen Therapie und sehen die Ursache für ADHS vorrangig in ungünstigen Umwelteinflüssen. Vor diesem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Pädagogin und aus der Selbsthilfearbeit geht die Autorin den Gründen für diese oft tiefenpsychologisch motivierte Kritik nach. Sie stellt die Ursachen un d Folgen der ADHS in einen Zusammenhang mit der Diskussion um erzieherische, schulische und gesellschaftliche Probleme. Mit zahlreichen authentischen Beispielen werden die grossen Probleme ADHS-betroffener Familien dargestellt. Mediziner, Psychologen, Pädagogen, Soziologen und Juristen sowie Laien finden in diesem Buch wertvolle Informationen, die sie bisherige Annahmen vielleicht Hinterfragen lassen

Inhaltsverzeichnis
1 Zumutung
1.1   Wechselwirkung
1.2   Wer glaubt schon einer Mutter
1.3   Drei Beispiele (von Müttern)
1.4   Was passiert den Kindern?
1.5   Sprüche statt Diagnosen – typische Wege

2     Zur „Sache“ ADHS
2.1   Was ist ADHS nicht
2.2   Was ist ADHS? (Überblick)
2.3   Mädchen von der Rolle
2.4   Mit zwei Gesichtern
2.5   Grenzen der Erziehung
2.6   Wie viele Menschen haben ADHS?
2.7   IQ und EQ
2.8   Des Menschen Wille

3     Steine im Weg
3.1  Erziehungsratgeber allerorten
3.2  Von Sigmund Freud zu einer tiefenpsychologisch denkenden Gesellschaft
3.3  Immer wieder „Motherhunting“
3.4  Wurzeln eines Dillemmas
3.5  Von der Umkehrbarkeit einer Überzeugung

4     Knackpunkt MPH (z.B.Ritalin)
4.1  Eine Mutter berichtet
4.2  (K)ein Kuriosum
4.3  MPH – Droge, Wundermittel, Medikament?
4.4  Bedenken
4.5  Verdächtigungen
4.6  Verharmlosungen
4.7  Einmal gedruckt  - für immer in der Welt
4.8  Unklare Motive
4.9  Medikamente nein! – doch was bleibt stattdessen

5     Sackgassen
5.1  Über verlorene Kinder
5.2  Vier Beispiele
5.3  Auf schmalem Grat

6     Im Brennglas Schule
6.1  Schlüsselposition
6.2  ADHS und die Schulpädagogik
6.3  Meinungsmarkt der Fachleute/Lehrerverbände
6.4  Lichtblicke
6.5  Von der Erkenntnis zur Praxis
6.6  Was kommt nach der Schulzeit

7     Wünsche


Donnerstag, 7. Juli 2011

ADHS Buchempfehlung für Lehrer

ADHS in der Schule (Ein Buch inkl. CD mit Übungsprogrammen)

Das Buch eignet sich ideal für Lehrer welche sich engagiert diesem Thema verschreiben und nicht  die Lösung im verschreiben von Pillen sehen. Zudem wird auch in diesem Buch nochmals auf die entscheidende Zusammenarbeit mit den Eltern hingewiesen. Hauptpunkte hier sind:
-                                        Klare Begrifflichkeit absprechen
-                                        Anerkennen das Schule und Elternhaus unterschiedliche 
Umgebungen sind und unterschiedliche Aufgaben erfüllen
-                                        Verständnis für Eltern und Lehrer fördern



Teil 1 Störungsbild
1.    Aufmerksamkeitsgestörte/hyperaktive  Kinder in Unterricht
2.    Wissenschaftliche Kriterien für Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
3.    Häufigkeit und Verlauf
4.    Wie entstehen Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörungen?
5.    Was kann man von einem aufmerksamkeitsgestörten/hyperaktiven Kind erwarten?
6.    Was ist zu tun?
7.    Tipps und praktische Einzelheiten

Teil 2 Manuel zur CD (Übungsprogramm und Bausteine 1 – 7)
-          BS 1 Das Erscheinungsbild der Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung
-          BS 2 Situationsabhängigkeit des Schülerverhaltens
-          BS 3 Strukturierte Massnahmen bei ADHS in der Schule
-          BS 4 Das kindliche Verhalten durch Verstärkung lenken
-          BS5 Verstärkung durch Token-Systeme
-          BS6 Verbesserung der Handlungsregulation des Kindes

Donnerstag, 23. Juni 2011

ADHS Buchempfehlung für Eltern




 Das große ADHS-Handbuch für Eltern(Russell A. Barkley)



Die 14 Prinzipien für die Erziehung eines Kindes mit ADHS
Das Acht-Schritte-Programm zur Überwindung von Verhaltensproblemen
Muster einer Aufgaben- und Belohnungsliste
Checkliste für Fragen über ADHS Medikamente an Ihren Arzt


Buchinhalt
Kinder sind grundsätzlich aktiver, überschwänglicher, weniger konzentriert und impulsiver als Erwachsene. Schwierigkeiten, die daraus entstehen, werden sich in der Regel «auswachsen». Doch es gibt Ausnahmen, und so selten sind diese nicht: Bei Kindern, deren Unaufmerksamkeit, Bewegungsdrang und Unbeherrschtheit ein gewisses Maß übersteigt, besteht der Verdacht auf eine Entwicklungsstörung. Diese wird als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung oder ADHS bezeichnet. Um diese Störung geht es in Barkleys Buch! Er hat es vor allem für Eltern und andere Bezugspersonen geschrieben, die Verantwortung tragen für ein Kind mit ADHS und mehr über die Störung und den Umgang mit ihr wissen möchten. Neueste Forschungen bestätigen, dass die Störung weder durch Erziehungsfehler noch durch falsche Ernährung noch durch exzessiven Fernsehkonsum ausgelöst wird, sondern weitgehend genetisch bedingt ist. Wir wissen heute, dass daraus entstandene Probleme nicht von alleine verschwinden. Wir wissen auch, dass regelmäßig eingenommene Medikamente sehr hilfreich sind, und zwar sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und Erwachsenen. Inzwischen ist auch klar, dass eine Ernährungsumstellung bei den meisten Betroffenen kaum eine Wirkung zeigt. In Zeitungskolumnen wird die Störung immer noch als Phantom hingestellt, und es wird nach wie vor behauptet, am besten sei ihr durch mehr Disziplin zu Hause und in der Schule beizukommen. Wer sich eingehend mit der wissenschaftlichen Literatur zum Thema beschäftigt hat, erkennt schnell, dass all diese Aussagen unhaltbar sind.



 Inhaltsverzeichnis:

1.Teil: ADHS - was ist das?
Kapitel 1: Was heißt Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung?   43
Kapitel 2: Das Kernproblem: Der Mangel an Selbstbeherrschung  87
Kapitel 3: Die Ursachen der ADHS  109
Kapitel 4: Die Folgen der Störung: Was bedeutet es, eine ADHS zu haben?  145
Kapitel 5: Das Kind mit ADHS im Kontext der Familie  171

 2.Teil: Verantwortung übernehmen: So vertreten Sie mit Erfolg die Interessen Ihres Kindes
Kapitel 6: Soll ich mein Kind auf das Vorliegen einer ADHS untersuchen lassen?  185
Kapitel 7: Die Vorbereitung auf die Untersuchung  193
Kapitel 8: Die Diagnose verkraften  213
Kapitel 9: Vierzehn Prinzipien für die Erziehung eines Kindes mit ADHS  221
Kapitel 10: Was Sie für sich selbst tun können   235

 3. Teil: Die ADHS bewältigen: Strategien für die Schule und zu Hause
Kapitel 11: Das Acht-Schritte-Programm zur Überwindung von Verhaltensproblemen  249
Kapitel 12: Wenn es zu Hause nicht so läuft, wie es laufen sollte: Die Kunst des Problemlösens  287
Kapitel 13: Die Beziehung zu Gleichaltrigen.  295
Kapitel 14: Jugendliche mit ADHS  307
Kapitel 15: Kinder mit ADHS in der Schule: Worauf Sie achten sollten.  333
Kapitel 16: Vom ersten bis zum letzten Schultag: Erfolgsmethoden für Schüler, Lehrer und Eltern 353
Kapitel 17: Der Schulerfolg ist nicht alles: Manchmal gibt es Wichtigeres   381

 4.Teil: Die medikamentöse Behandlung der ADHS
Kapitel 18: Die Stimulanzien   393
Kapitel 19: Andere Medikamente gegen ADHS  419

Freitag, 27. Mai 2011

ADHS allgemeine Informationen


Um Kindern mit ADHS besser verstehen zu können, ist ein umfassendes Wissen über das Verhalten und die Symptome notwendig. Betrachten wir  ADHS etwas genau schauen wir auf die Verhaltensweisen von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung.

Typische Verhaltensweisen bei ADHS
Anhand der Geschichte von Samuel (8 Jahre) kann dies aufgezeigt werden.
Er fällt sowohl in der Schule als auch zu Hause durch seine typisches Verhalten(Hyperaktivität) und zusätzlich durch starke Ablenkbarkeit auf. Zuhause spielt er im Minutentakt mit anderen Spielsachen, aber es wird kein Spiel zu Ende gespielt und auch nichts weggeräumt. Jeweils nach kurzer Zeit wird alles als langweilig und unattraktiv links liegen gelassen. Beim Mittagstisch bleibt er kaum mal ruhig sitzen. Er rennt in die Küche um sich noch einen Kuchen zu holen, auf halbem Weg fällt ihm ein, dass auch seine Katze noch nichts zu essen bekommen hat. Nach einigen Minuten kommt er zurück mit der Katze in der Hand ohne seinen Kuchen, den er in der Küche auf der Ablage hat liegenlassen. Seine motorische Unruhe lässt in fast ständig auf Achse sein und er kann sehr schlecht einschlafen. Beim Fernsehschauen kann er bei den spannendsten filmen nicht ruhig sitzen bleiben. Zudem führt sein Verhalten zu dauernden Streitigkeiten mit seinem kleineren Bruder (6 Jahre)
Die Kindergärtnerin und später der Klassenlehrer berichten, dass Samuel den Unterricht stört. Nebst seiner unruhigen Art entwickle er zunehmend eine aggressive Verhaltensweise. Er benützt nicht nur schlimme Schimpfwörter sondern fordert schwächere Kinder heraus und ärgert ganz gezielt seine Klassenkameraden. Seine schulischen Leistungen sind oft schlecht, obwohl es wohl kaum an seiner Begabung liegen kann. Samuel ist ein Einzelgänger und in der Klasse isoliert, weshalb niemand neben ihm sitzen will. Aufgrund des schwierige Verhaltens des Kindes und auf Anraten des Lehrers hatte sich die Familie beraten lassen und einen Spezialisten aufgesucht. Die psychologische Untersuchung belegt bei Samuel eine überdurchschnittliche Intelligenz in speziellen Gebieten ansonsten jedoch durchschnittlich, mangelnde Selbststeuerungsfähigkeit und unzureichende Aufmerksamkeitsleistungen.



Die drei wesentliche Merkmale von ADHS( siehe Beispiel)
·         Unaufmerksamkeit
·         Hyperaktivität
·         Impulsivität
Diese drei Merkmale bilden die Hauptsymptome von ADHS und werden bei
Kindern mit ADHS, weit häufiger und ausgeprägter als bei unauffälligen Kindern im vergleichbaren Entwicklungsalter beobachtet. Die Symptome können sehr verschieden, gemeinsam oder getrennt in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Durch eine mangelnde Aufmerksamkeitsorientierung (Unaufmerksamkeit) und nicht Zielgerichtes Verhalten, fällt es Kindern mit ADHS schwer, Einzelheiten zu beachten oder länger an einer Sache dran zu bleiben. Die Dinge verlieren ihre Attraktivität für die Kinder und vermeintlich Interessanteres wird in rascher Abfolge begonnen. Beim Lösen von Aufgaben verlieren Sie schnell ihr Ziel aus den Augen und vergessen, was sie eigentlich tun wollten. Dies lässt Sie oftmals als unordentlich, unzuverlässig und vergesslich erscheinen. Zudem versuchen sie länger andauernde geistige Anstrengungen zu vermeiden.


Die Hyperaktivität beschreibt bei ADHS Kindern eine sehr gross motorische Unruhe Sie zappeln, rennen umher, können nicht ruhig sitzen bleiben. Verstärkt wir dies zusätzlich auch durch ihren Rededrang. Sie wirken dabei ungesteuert und umtriebig. Ihr vorschnelles Antworten und unbedachtes Verhalten sind dabei die Folge einer übermäßigen Impulsivität. Die Kinder beantworten Fragen, noch bevor Sie zu Ende gestellt wurden. In der schule fällt es ihnen schwer,abzuwarten, bis auch sie an der Reihe sind. Dies lässt Kinder mit ADHS oft gegen Regeln verstoßen; sie stören oder unterbrechen andere und erfahren als Reaktion häufig Ablehnung. Sie haben die Neigung zu unbedachten Aktivitäten, die zu erhöhten Gefahren führen können.

Donnerstag, 28. April 2011

Erkennen von ADHS

Während der Schwangerschaft
Ein ADHS-Kindes unterscheidet sich in der Schwangerschaft nur unwesentlich. Einzelne Mütter haben bereits im Mutterleib eine hohe Aktivität des Kindes bemerkt. Die meisten Schwangerschaften verlaufen allerdings normal, d.h. ohne Komplikationen.
Im ersten Jahr
Das Stillen klappte oft schlecht. Sie schreien oft in den ersten 3 Monaten, da Sie häufig von den sogenannten "Drei-Monats-Koliken" betroffen sind. Durch das Leiden an Reizüberflutung sind Sie selbst im Kinderwagen oft am weinen. Wenn ihr Rhythmus nicht eingehalten wird, fangen Sie  an zu schreien und sind nur äusserst schwer zu beruhigen.


1-4 Jahre alt
In diesem Alter werden die Kinder in Gruppen immer als "Störenfried" und als auffällig bezeichnet und können sich nicht in die Gruppe einfügen. Zu Hause sind sie sehr unkonzentriert, nur am Toben und aggressiv gegenüber Geschwistern. Oft sind Sie sehr tollpatschig, stolpern viel und verletzen sich.

Kindergarten
ADHS im Kindergartenalter zu diagnostizieren ist eher problematisch, da es in diesem Alter oft  zu einer natürlichen Überaktivität des Kindes kommt. Trotzdem wird bereits im Kindergarten bei Kindern  ADS oder ADHS erkennbar.  Sie können sich nur schwer in Gruppen integrieren und haben eine geringe Frustrationstoleranz. Sie stehen oft und gerne im Mittelpunkt, sind stets über aktiv und tun sich sehr schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Zudem haben Sie ständig neue Ideen und lassen sich durch alles ablenken.

Schule
Die Schulzeit bedeutet häufig Leidenszeit. Dies obwohl meist die Intelligenz und Begabung der Schulform entsprechen. Es fehlt den ADHS Kindern an Ausdauer und Konzentration für die geforderten Aufgaben.  Zudem führen Flüchtigkeitsfehler und ständiges Stören des Schulunterrichts schnell zu schlechten Noten. Die mangelnde Anpassungsfähigkeit an vorgegebene Verhaltensregeln und das impulsives Störverhalten von Kindern mit ADHS macht diese auch in der Schule oft zu unbeliebten Außenseitern. Durch diese Erfahrungen von Ablehnung, setzt sich eine Spirale mit negativer Entwicklung  in Gang.  Im  Schulalltag fühlen sich die Kinder oft unverstanden und  dies führt zu Misserfolgen, welche die Schule zur Qual machen. Die Gefahr einer "unglücklichen Schulkarriere" ist damit sehr groß.

Mittwoch, 13. April 2011

Tipps für Lehrer im Schulalltag


Basis für eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung ist eine angstfreie, humorvolle Atmosphäre, in der sich alle Schüler mit ADHS Symptomen trauen, mehrmals nachzufragen, wenn Sie nicht aufgepasst oder etwas nicht verstanden hat.

Fördern Sie gezielt die Stärken des Kindes. Dadurch verstärken Sie die erstrebenswerten Verhaltensweisen. Verlangen Sie gleichmäßiges Lernen ein und überprüfen Sie täglich die Hausaufgaben. Kinder mit ADHS brauchen eine Lehrperson, welche sie streng, aber liebevoll und sanft unterstützt. Klar nachvollziehbare Unterrichtsstunden bilden die Grundlage für einen strukturierten Schulalltag. Kinder mit ADHS müssen wissen, wie der bevorstehende Schultag ablaufen wird. Mit  Veränderungen können sie häufig schlecht umgehen. Informieren Sie die Eltern über bevorstehende Klassenarbeiten.

Ermöglichen Sie körperliche Bewegung während den Schulstunden und fördern Sie während der Pause körperliche Aktivitäten als Ausgleich zum ruhig sitzen im Unterricht.

Sprechen Sie die Sonderstellung des ADHS Kindes in der Klasse offen an. Ein Kind mit ADHS ist bei seinen Mitschülern bereits als „Problemkind” bekannt. Durch Aufklärung können Sie großes Verständnis und Anteilnahme aller Mitschüler zählen. Vor dem Gespräch mit der ganzen Klasse sollten Sie das Kind über Ihre Absicht informieren. Voraussetzung ist in jedem Falle das Einverständnis der Eltern.

Wie sollten sich Lehrer bei einer ADHS Eskalation verhalten.
Wenn Sie bemerken, dass die Erregung des ADHS-Kindes ansteigt, lassen Sie es nicht auf einen Machtkampf ankommen. Lenken Sie das Kind ab am besten durch einen Auftrag der mit einer körperlichen Aktivität verbunden ist. Sollte es trotzdem zur Eskalation kommen,  bleiben Sie möglichst ruhig und geben Sie kurze und klare Anweisungen das Zimmer zu verlassen. Rennt das Kind weg, laufen Sie nicht hinterher. Das Kind beruhigt sich mit der Zeit und kommt dann von selbst wieder zurück.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Schule. Geben sie den Eltern Hilfestellungen für die Unterstützung der Hausaufgaben..Halten Sie regelmäßig Kontakt mit den Eltern des Kindes und suchen Sie gemeinsam mit ihnen nach Lösungen für die Probleme sowohl im Sozialverhaltensbereich als auch im Lernleistungsbereich. Besprechen Sie gemeinsam die Schwächen und Stärken des Kindes und überlegen Sie, wo es seine Stärken einbringen kann.

Mittwoch, 6. April 2011

Aktive Rolle des Vaters

Väter können einen wichtigen Part übernehmen bei der Unterstützung der Erziehung von Kinder mit ADHS. Gemäss Aussagen von männlichen Erwachsenen mit ADHS  ist der Einfluss des Vaters unerwartet hoch. Mütter wünschen sich, dass die Väter erkennen, welche enormen Einfluss Sie als männliches Vorbild einnehmen. Leider fühlen sich viele Väter in dieser Rolle hilflos und sind vielleicht ein wenig ignorant, dies hindert Sie daran, eine aktive Rolle bei der Erziehung ihres Kindes zu übernehmen. Dies gilt speziell  im Umgang mit den Problematiken die aus ADHS entstehen.

 Warum geschieht dies?
Väter sind insgesamt tendenziell weniger aktiv beteiligt in der formalen Erziehung der Kinder. Dies wird durch Kinder mit ADHS-Symptomen zusätzlich verstärkt. Ein ADHS-Kind kann schwierig, anstrengend und  frustrierend sein.
Ein weiterer Grund für die fehlende Unterstützung  des Vaters sind die typischen Themen der Kindererziehung. Die Mütter sind verantwortlich für die Bereiche der Fähigkeiten der täglichen Routine „ Zähne putzen waschen kämmen anziehen“ zudem übernehmen Sie die Überwachung des Lernbereichs „ Kindergarten, Schule, Hausaufgaben“.  Dies führt dazu, dass die traditionellen Ansätze, um mit Eltern von Kindern mit ADHS zu arbeiten eher zugeschnitten sind auf Mütter und weniger auf  Väter.

Erste Väter haben eine aktivere Rolle
Es hat sich gezeigt, dass Väter welche sich aktiv an der Erziehung Ihrer Kinder beteiligten auch dazu beitragen, die schulischen Leistungen ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Zudem sind Väter auch sehr wahrscheinlich verantwortlich für das Verhalten des Kindes in der Freizeit.  Für viele Kinder welche mit ADHS-Symptomen kämpfen ist es schwierig geeignete Beziehungen zu Gleichaltrigen zu initiieren und unterhalten. Darum ist es wichtig, dass Väter sich die Zeit nehmen ihnen zu helfen. Damit unterstützen Sie das Kind und helfen ihm diese Einstellungen zu verändern.
Die aktivere Rolle der Väter wird zusätzlich erschwert durch die Tatsache, dass Mütter und Väter unterschiedliche Ansichten über Kindererziehung und über das Verhalten ihres Kindes haben. Selbst wenn Sie als Vater aus meist beruflichen Gründen nicht so intensiv an der Erziehung teilnehmen, können Sie durch einfaches Unterstützung der Mutter die  Fortschritte mit beeinflussen.  Es ist wichtig, dass die Tür zur aktiveren Teilnahme an der Erziehung offen gehalten wird, auch wenn Väter sich ursprünglich nicht  beteiligen wollten.  Alle Väter sollten motiviert werden möglichst viel Zeit mit Ihren Kindern zu verbringen. Dies gilt speziell bei Kindern mit ADHS. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Mütter werden zusätzlich entlastet und können ebenfalls wieder positiver auf ihr Kind zugehen. Das Kind wird die vermehrte Aufmerksamkeit zu schätzen Wissen und nicht zuletzt können die Väter Lebenserfahrungen sammeln.

Sonntag, 3. April 2011

ADHS erste Erfahrungen


Wie wurden wir auf ADHS aufmerksam
Als mein Sohn 5 Jahre alt wurde, war meine Schwester als Patin zu Besuch. Irgendwann nahm meine Schwester mich beiseite und sagte: „Ich glaube, dein Sohn hat ADHS. Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom und das ganze gepaart mit Hyperaktivität!“ Sie berichtete mir über die Kindheit Ihres Sohnes, bei dem vor 25 Jahren POS diagnostiziert wurde und tatsächlich, es gab sehr viele Parallelen. Bei Ihrem Sohn wurde diese Besonderheit erst sehr spät nach der Einschulung festgestellt. Sie drückte mir zum Abschied ein Buch in die Hand und empfahl mir dies möglichst schnell bei einem Kinderarzt abklären zu lassen.


Ursachenforschung und Trost
 Beruhigend für mich war die Tatsache, dass die Ursachen für  ADHS nicht elterliches oder mütterliches erzieherisches Unvermögen ist, sondern in einer ererbten Störung zu suchen ist, welche das Botenstoffsystem des Gehirns betrifft, das für die Vermittlung von Informationen verantwortlich sind. Bei meinem Sohn wird  also aufgrund einer Filterschwäche des Systems das Gehirn mit Informationen überflutet. Man kann dieses Phänomen vergleichen mit einer Telefonzentrale, auf der zehn oder mehr Anrufe gleichzeitig geschaltet sind. Mein Sohn wäre der alleinige Vermittler an der Zentrale. Die ankommenden Telefonate könnten vom ihm nicht mehr angenommen werden und er ist total überfordert. Im Prinzip ergeht es meinem Sohn mit einem ADHS ähnlich. Er kann oft nicht mehr Prioritäten setzen, was wichtig oder unwichtig ist, da die ankommenden Telefonate sein Auffassungsvermögen überfordern.

Allerdings scheint mein Sohn nicht allein zu sein. Nachforschungen habenb ergeben dass man bei folgenden persönlcihkeiten von ADHS/ADS ausgeht: Einstein, Edison,  Mozart, Pestalozzi, Hemingway, Churchill, Kennedy, Gates und viele andere.
Zudem geht die Wissenschaft davon aus, dass Revolutionäre, Personen, die die Welt veränderten und unserer Gesellschaft prägten, zum großen Teil vom ADHS bestimmt waren. Nebst ihrer überragenden Begabung aufgrund der Sie Weltruhm erlangt haben, hatten fast alle zu kämpfen mit sozialen und familiären Konflikten. Hier kommen wieder die Parallelen zu meinem Sohn.